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Die neue i-Cure-Technologie

Was bedeutet das "i" hinter zum Beispiel Sikaflex 221i oder 291i - wo ist der Unterschied?

Seit Dezember 2010 ist die neue Chemikalienverordnung 67/548/EWG in Kraft. Diese regelt die Kennzeichnung und den Verkauf von Methylendiphenyldiisocyanat-haltigen (MDI) Produkten im EU-Raum neu und soll zu einem verbesserten Sicherheitsstandard im Umgang mit MDI-haltigen Produkten führen. Speziell im privaten Endkundenbereich enthalten die Verpackungen weitere Hinweise und Informationen vor möglichen Gefahren. Produkte mit einem MDI-Gehalt von mehr als 1% dürfen nur noch von geschultem Fachpersonal ausgehändigt werden; Selbstbedienung ist für solche Produkte dann nicht mehr zulässig.

Die neue Verordnung unterstützt somit die Sika-Unternehmensphilosophie, da sie im Einklang mit den hohen ethischen Standards und ambitionierten Umwelt- und Sicherheitszielen der Firma steht.

Sika, als weltweit führender Hersteller von Kleb- und Dichtstoffen auf Basis von Polyurethan (PU) forscht und arbeitet intensiv an besonders wirtschaftlichen und nachhaltigen Produktsystemen. Dabei wurden schon seit vielen Jahren Produkte mit besonders geringem MDI-Gehalt entwickelt. Die Sikaflex- und SikaBond-Produktserien, welche über spezialisierte Händler und den Do-It-Yourself Markt angeboten werden, haben bereits heute einen extrem geringen MDI-Gehalt von meist unter 0,1%. Diese Produkte mit einem MDI-Gehalt von unter 0,1% sind zukünftig weiterhin frei verkäuflich und auch bei der Verarbeitung sind keine Änderungen erforderlich.

Mit Einführung der neuen i-Cure-Technologie setzt Sika wiederum neue Maßstäbe. Produkte auf Basis von i-Cure zeichnen sich durch besonders geringe Emissionen aus, sind umweltfreundlicher und verbessern die Bedingungen für Menschen bei der Herstellung und Verarbeitung der Produkte. i-Cure steht dabei für „intelligente Aushärtung“ und ist eine neu entwickelte und patentierte Vernetzungstechnologie für Kleb- und Dichtstoffe auf PU-Basis. Diese innovative Technologie ermöglicht eine Kombination der hervorragenden technischen Eigenschaften klassischer Polyurethane mit Merkmalen wie geringster MDI-Gehalt und geringsten Emission.

Darüber hinaus bietet das neue Härtersystem auch die Möglichkeit, Produkte mit sehr guter Witterungsbeständigkeit (UV-Stabilität) und besserer Farbtonstabilität zu produzieren, als dies im Vergleich zu den bisherigen Polyurethan- und Silan-terminierten Kleb- und Dichtstoffen der Fall war. Zudem zeigen die neuen Produkte eine unübertroffene Haftung auf porösen und glatten Materialien. Im Gegensatz zu vielen anderen Kleb- und Dichtstoffen sind Sikaflex- und SikaBond i-Cure Kleb- und Dichtstoffe lösungsmittelfrei und geruchlos.

Sika-PU-Produkte erfüllen bereits heute die höchsten und zunehmend strengeren Emissionsstandards derzeitiger und zukünftiger Vorgaben in vielen Ländern. Mit der neuen i-Cure-Technologie stellt Sika seinen Kunden somit PU-Produkte mit hervorragenden Eigenschaften hinsichtlich Verarbeitung, Beständigkeit, Haftung und Ökologie zur Verfügung.